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Südvietnam Rundreise & Badeurlaub April 2016 #Teil1

Ich schulde euch ja noch einen Reisebericht aus Vietnam Eigentlich wollten mein Mann und ich dieses Jahr nur einen kleinen Urlaub machen, Mallorca oder Italien, da aber mein Stiefpapa eine Übersetzerin für seinen Urlaub brauchte fragen er und meine Mutti, ob wie nicht gemeinsam Urlaub machen wollen. Geplant war eigentlich Thailand, da wir aber keine guten Angebote gefunden hatten, die auch in unserem Budget lagen und noch 4 Plätze frei waren wurde es am Ende Südvietnam mit anschließendem Badeurlaub. Und wir sollten nicht enttäuscht werden

Tag -3 Koffer packen

Am Anfang eines jeden Urlaubs steht erstmal das Koffer packen. Da ich noch nie für 16 Tage im Urlaub war hatte ich auch keine Ahnung was ich alles mitnehmen muss. Kann man Vorort waschen oder muss ich für jeden Tag neue Unterwäsche und Socken mitnehmen.

Ich habe also nahezu alles mitgenommen was mir einfiel – hab aber immer auch daran gedacht, dass wir in der 2. Woche teilweise nur am Pool oder Strand sein würden. Somit brauch ich für die 2. Woche nicht so viele Klamotten.

Ich hatte etwa 2/3 meines Koffer-Maximalgewicht. Da man ja immer etwas im Urlaub kauft und auch für Freunde mitbringt, habe ich lieber etwas Luft gelassen. Mein Mann hatte einen größeren Koffer, aber nicht minder weniger mit als ich – ich muss ihn da immer etwas stoppen, sonst nimmt er ALLES mit was er finden kann. Wir wollten genug Platz übrighaben, damit wir im Urlaub nicht das Problem bekommen, dass die Koffer zu schwer sind. Zuhause haben wir ja eine Waage, aber im Urlaub nicht.

Vietnam Urlaub - Koffer packen

 

Tag -2 Fahr zu meiner Mutti und meinem Stiefpapa

Da wir ja in Kiel wohnen und meine Mutti in Sachsen-Anhalt mussten wir erstmal mit Sack und Pack dort hinfahren. Angekommen konnten wir nochmal einen Tag ausruhen und im Kopf durchgehen ob wir irgendwas vergessen hatten.

Tag 0 – Anreise mit Zug und Flugzeug

Vietnam Urlaub Tag 0Es war soweit, wir konnten recht gemütlich ausschlafen und uns dann alle vier fertigmachen, da wir erst kurz nachdem Mittag mit dem Zug Richtung Frankfurt Flughafen aufbrechen mussten. Wir haben extra 2-3 Std. mehr eingeplant, da man am Flughafen für den Check-In ja immer recht lange steht.

Kurz nach 14 Uhr standen wir am Bahnhof und haben auf den Zug gewartet, hab mich riesig gefreut – ich war noch nie soweit Weg und nun geht’s endlich los.

Ich habe mir extra für den Urlaub einen stylischen Rucksack gekauft, damit ich immer alles dabei hab, wenn wir in der ersten Woche die Rundreise machen. Ich wollte nicht meine Kameratasche mitnehmen, da ich denke, wenn ich auffällig überall mit der Tasche rumlaufe gehe ich ehr die Gefahr ein, dass ich beklaut werde.

Unser Flug ging am späten Abend, glaube es war so ca. 21:30 Uhr und wir hatten 2x ca 6-7 Std. vor uns. Davor graute es mir ja schon etwas, weil mit beim Fliegen irgendwie immer übel wurde  (aber brechen musste ich zum Glück noch nie). Für dieses Mal hatte ich mir so „Anti-Übelkeits-Tabletten“ besorgt, die ich ca. 1 Std. vor dem Flug nehmen sollte. Ich war also gespannt.

Wir hatten Glück, dass am Check-In nichts los war und wir also schnell unsere Koffer abgeben konnten. So hatten wir noch Zeit etwas zu essen und dann gemütlich zum Gate gehen.

Leider saßen wir 4 nicht zusammen, aber das war nicht ganz so schlimm. Wenigstens saß ich neben meinen Mann

Das Flugzeug war ganz schön, da ich auch recht klein bin hatte ich auch genug Beinfreiheit, aber wirklich schlafen konnte ich nicht. Ich hab Musik gehört, Filme geschaut oder dem Flugzeug auf der Karte zugesehen wo es lang fliegt. Ich hatte auch wirklich Glück, dass die Tabletten geholfen haben. Ich hab trotzdem vermieden, viel zu trinken oder zu essen. So musste ich nur einmal im Flieger zur Toilette.

Tag 1 – Anreise und Ankunft

vietnam_1_02Am frühen Morgen so gegen kurz nach 5 sind wir in Abu Dhabi zwischengelandet, wo wir 1 Std. bis zum Weiterflug haben. Da wir jedoch vom Landen bis zum Gate und dann von dort beim nächsten Gate waren, war die Stunde auch schon fast um. Hat gereicht für einen Toilettengang auf dem Boden und mal kurz die Beine vertreten.

Der 2. Flug war irgendwie etwas anstrengender, liegt aber sicher auch daran, dass ich dann schon fast 24 Std. wach war, dass bisschen Dösen zwischendurch war nicht sehr effektiv.

Mit 1 Stunde vor geplanter Ankunft sind wir in Vietnam – Ho-Chi-Minh Stadt angekommen. Eigentlich sollten wir ca. 19 Uhr ankommen, waren aber schon kurz nach 18 Uhr da. Heißt wir mussten dann noch etwas auf unseren Bus warten, der uns zum Hotel gebracht hat. Zum Glück hatten ein anderes Unternehmen irgendwie unseren Ansprechpartner kontaktiert und so mussten wir nur ca. 30 Minuten warten.

Trotz, dass es schon abends und dunkel war, war es recht warm, aber zum Glück zum Aushalten. Wir hatten ja alle lange Hosen an

Schon auf dem Weg ins Hotel hat man gesehen, wie viele Roller hier auf den Straßen unterwegs waren. Ich hatte schon davon gelesen und auch Videos gesehen aber, wenn man das live sieht ist es direkt wieder was Anderes.

Es wurde auch empfohlen, dass man selbst als Motorradfahrer lieber nicht hier fahren soll. Dadurch, dass wir ja ehr Rücksicht auf andere nehmen und Vorsichtiger fahren würde man hier keine 5 oder 10 Meter kommen.

Nachdem wir dann noch was Essen waren – in einem K-Pop Laden, was ja eigentlich nach Japan gehört und nicht nach Vietnam – aber das war ja egal. 😀 Da nichts auf Englisch beschrieben war sind wir nach Bilder gegangen. Ich esse ja ehr wenig bis gar nicht scharf, also habe ich was ausgewählt an dem keine Peperoni  als Symbol dran war. 3 mal dürft ihr raten, wer das schärfste Essen hatte – ICH! Zum Glück hatten mein Mann und mein Stiefpapa eine Art Sushi mit Gemüse bei dem auch eine milde Sause dabei war, somit konnte ich wenigstens etwas essen.

22 Uhr sind wir dann gesättigt endlich ins Bett gegangen – es waren immer noch 28 Grad draußen. Aber zum Glück hatten wir eine Klimaanlage im Zimmer. Das einzige Problem war, dass im verglasten Bad, dass Licht nicht ausging.  Der Lichtschalter war defekt. Naja wir haben uns mit dem Rollo, was drin als Sichtschutz angebracht war und einem Handtuch über der Tür ausgeholfen und hatten ja auch noch die Schlafbrillen aus dem Flugzeug.

Tag 2 – Stadterkundung auf eigene Faust

8 Uhr und 27°C – läuft bei uns  ☀️ Wir hatten schon gefrühstückt und warteten nun in der Lobby auf den Reiseleiter, damit wir die Stadtführung und einen Ausflug zu so einem Fluchttunnel mitmachen konnten. Wir waren extra 10 Minuten vorher unten, aber weit und breit war niemand zu sehen. Wir hatten noch ein paar Leute gesehen, welche am Vorabend mit zum Hotel gefahren sind. Diese wollten aber die Tour nicht mitmachen, dass sie ein paar Jahre vorher schon mal in Ho-Chi-Minh-Stadt waren.

Nach einigen Telefonaten konnten wir klären, dass es zwar ein optionaler Ausflug war, wie auch im Reiseangebot stand, jedoch scheint es bei der Onlinebuchung keine Auswahlmöglichkeit gegeben zu haben (sonst hätte ich sie ja ausgewählt) und Vorort gab es doch keine Möglichkeit zur Buchung.

Aber, wir sind ja im Urlaub und haben uns nicht stressen lassen, also sind wir einfach mit einer Karte bewaffnet selbst losgezogen. Da die Fluchtschächte eh sehr klein sein sollen und wir nicht reingegangen wären, war es auch nicht so dramatisch.

Wir zogen also los und das erste was draußen auffiel waren wieder die Motorräder, dass ständige Hupen und die Elektroleitungen. Ich hatte sowas schon bei einer Freundin auf Fotos gesehen, als sie vor ein paar Jahren in Japan war. Aber wenn man es mal selbst sieht, da fasst man sich an den Kopf. Sowas gäbe es in Deutschland nie.

Ich hatte mich vorher belesen und wusste so, dass Vietnam von Frankreich besetzt war, zu der Zeit hieß die Stadt auch noch Saigon und nicht Ho-Chi-Minh-Stadt. Das bedeutet also, dass viele Bauwerke französisch sind, aber es gibt z.B. durch die Franzosen auch ein Weißbrot/Baguette, welches hier sehr beliebt ist.

Wir haben uns die Notre-Dame Kathedrale angeschaut, es ist eine Nachbildung der Kathedrale in Paris. Wir hatten leider Pech, dass wir genau zu Mittagszeit da waren, daher war sie leider verschlossen. Aber auch von außen sah sie toll aus.

Weil die Sonne genau von Oben auf uns runter knallte und wir alles etwas geschafft waren, haben wir beschlossen was zu essen. Da wir in der Nähe nichts gefunden hatten und erstmal umgehen wollten, dass wir alle was zu essen fanden haben wir uns beim McDonalds etwas geholt. Interessant war, dass es dort keine Mayo gab – musste ich die Pommes halt mit Ketchup essen

Weiter ging es dann ins Regierungsviertel, man muss schon sagen, dass es bisher von Müll her ok war. Es lang nicht so viel rum. Aber im Regierungsviertel war es fast wie geleckt. Auch die Straßen waren hier mit glatten Asphalt – so wie man es zum Inline-Skaten immer gut fand/findet Und es durften kaum Roller fahren, das Verhältnis Roller zu Auto war hier deutlich geringer als in den anderen Gebieten.

Unsere Route ging weiter zum Kriegsmuseum, welche hier jedoch Friedensmuseum heißt. Es heißt auch nicht Vietnamkrieg, sondern Amerikakrieg. Fand ich sehr interessant, dass es so unterschiedliche Bezeichnungen gibt.

Die Ausstellungsstücke waren auf 3 Etagen verteilt und die Räume in denen sie Ausgestellt wurden zum Glück klimatisiert. So konnte man sich mehr Zeit lassen beim Anschauen und ist nicht vor Hitze davon geschmolzen.

Wir haben sogar Plakate gesehen, welche aus der DDR waren, diese hatten damals eine Partnerschaft mit Vietnam. Es wurden Kaffeeplantagen für die DDR in Vietnam angebaut und es gab Austauschprogramme. Unser Reiseführer hatte z.B. damals für mehrere Jahre in Dresden gewohnt und sein Deutsch war noch recht gut. Die kleinen Fehler die er machte waren ehr niedlich Dazu aber später mehr.

Wir waren auch beim großen Markt, weil dieser wohl sehenswert ist. Da wir jedoch schon beim Reingehen extrem bedrängt wurden haben wir entschieden, dass wir uns das nicht antuen wollten. Dafür sind wir auf dem Rückweg noch bei einem großen Supermarkt vorbeigegangen. Unser Problem war nur, dass wir auf der anderen Straßenseite waren und es EWIG keinen „Überweg“ gab. Die 2 Straßen Seiten wurden mit einem niedrigen Beton-Zier-Zaun getrennt, heißt wir konnten nicht einfach so – mit gleichmäßiger Geschwindigkeit – rüber laufen.

Das Überqueren der Straße in Ho-Chi-Minh war eh ein Abenteuer für sich und ich muss ehrlich sagen, manchmal hatte ich schon etwas schiss davor. Aber ich hab mich auch hier vorher belesen gehabt: mit gleicher Geschwindigkeit einfach rüber laufen und nicht unbedingt sehr drauf achten, ob ein Roller kommt. Denn dann kann der Rollerfahrer dich einschätzen und umfährt dich einfach. Das hat tatsächlich gut geklappt.

 

2 Tage Vietnam und schon so viel Text :O Daher werd ich hier einen Cut machen und euch in weiteren Beiträgen von den anderen Tagen berichten 🙂

 

Bis dahin  – Viele Grüße,
Lina

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